| 1258 – 1282 |
erste Einträge über die Ortschaft Lipa/Liep, die wahrscheinlich dort erbaut wurde,
wo der berühmte Grenzbaum wuchs. |
| 1309 und später |
die Kreuzritter übernehmen die Macht über Vorpommern und teilen die Frische Nährung in
Verwaltungsgebiete die s.g. Komtureien ein. Lipa/Liep wird der Elbinger Komturei zugeteilt. |
| gegen 1350 |
Calenberg/ Lysica wird vom Bischof Arnold in einem der kirchlichen Dokumente erwähnt. |
| 20. August 1424 |
der Elbinger Komtur verleiht der Schenke „Zu dem Kahlenberge“ ein Anlegungs-privileg. |
| 1481 |
in den Elbinger Stadtrechnungen wird die Frische Nährung berücksichtigt, die zu der damaligen
Zeit vom Elbinger Fischeramt mit dem Sitz in Skowronki/Vogelsange verwaltet werden sollte.
Außer Skowronki/Vogelsange standen Przebrno/Pribenow und Lysa Gora/Kahlber unter der Elbinger Verwaltung. |
| 1491 |
zwischen Elblag/Elbing und Gdansk/Danzig entfacht der Streit um das Recht,
die Frische Nährung zu verwalten. Aus den von Elbing vorgelegten Dokumenten geht hervor, dass die drei früher erwähnten
Ortschaften vom Anfang an unter der Elbinger Verwaltung stehen. |
| Ende des 15. Jahrhunderts |
Geschichtliche Quellen erwähnen zum ersten Mal Fischersiedlungen in Przebrno/Pribenov, Skowronki/Vogelsange,
Lysa Gora/Kahlberg, Nowa Karczma/Neue Schenke, die um Nährungsschenken gebaut wurden. |
| 1660 |
in Kahlenberg werden 7 Fischerhöfe festgestellt. |
| Ende des 18. Jahrhunderts |
in Kahlberg gibt es den Haltepunkt der Königlichen Post der Linie Danzig-Königsberg: |
| Anfang des 19. Jahrhunderts |
die Stadt Danzig endet mit der Bepflanzung der Dünnen auf der Frischen Nährung also auch in Kahlberg.
In den adaptierten Postgebäuden verbringen die ersten Badegäste aus Elblag/Elbing und Braniewo/Braunberg ihren Sommer. |
| Mai 1827 |
vier reiche Elbinger Bürger bilden eine Aktionsgesellschaft, die Dampfschifffahrten zwischen Elblag/Elbing und
Königsberg in Gang setzen will. Das von ihnen gekaufte Dampfschiff „Copernicus“ scheitert noch in demselben Jahr an den Felsen. |
| 1840 |
Eröffnung der Elbinger Personen-Dampfschifffahrt.
Fünf Gesellschafter der Linie kauften in England zwei Dampfschiffe, die zwischen
Elbing und Königsberg pendeln und in Kahlberg anlegen. Am 4. September 1842 kaufen sie weiter von der Stadt
Danzig 5 Morgen Land in Kahlberg, wo sie noch in demselben Jahr das Kurhaus, Belvedere genannt, erbauen.
Kahlberg wird allmählich zu einem Kurort. Der wilde Strand wird aufgeräumt, mit Umkleidekabinen versehen und in zwei
kleinere Strände geteilt: einen für Frauen und den zweiten für Männer. |
| Ende 1852 |
es werden in Kahlberg 688 Kurgäste festgestellt. |
| Ende 1857 |
Kahlberg wird von 814 Gästen besucht, darunter kommen 330 aus Elblag/Elbing und 484
aus weiteren Städten u.a. aus Torun/Thorn, Malbork/Marienburg, Sczecin/Stettin, Gdansk/Danzig und Berlin. |
| 1894 |
im Mai fängt man mit dem Bau des Leuchtturms an, der in einem Jahr beendet werden wird. |
| Anfang des 20. Jahrhunderts |
die Entwässerung wird in Gang gesetzt. Die Pensionen werden erbaut. |
| 1920 |
die Tochter von Ferdinand Schichau übergibt die in Kahlberg angelegten
Familienaktien an die Stadt Elbing/Elblag. Frau Ziese wünscht sich dabei, dass Kahlberg zu einem
Kurort nicht nur für wohlhabende Bürger sondern vielmehr für kleine Leute wird. Man schätzt, dass die Schenkung
637 000 Mark wert war! |
| 1937 |
die Anzahl der registrierten Gäste erreicht beinahe 9000. |
| 1939 |
Kahlberg wird von 12 000 Gästen besucht. Anfang September erfahren sie aus Zeitungen vom Angriff
Deutschlands auf Polen. Die Saison wird verkürzt. Während die Kurgäste Kahlberg verlassen,
wird in den unweit liegenden Tczew/Dirschau und Malbork/Marienburg gekämpft. |
| Frühling 1945 |
Ehemalige Kahlenberger verlassen Ostpreußen und ziehen nach Westen. Viele von ihnen kommen während der
Evakuation über die Ostsee ums Leben. Das ist die größte Tragödie in der langen Geschichte der Ortschaft.
Bald kommen nach Lysica Aussiedler aus der Umgebung von Vilnus und Lublin. Sie finden hier ihr neues Zuhause.
Lysica gehört der Danziger Woiwodschaft. Seine Einwohner müssen das Frische Haff durchsegeln, wenn sie in ein
Amt wollen. Man sagt, Lysica liege „am Ende der Welt“. |
| 1949 |
es wird ein neuer Leuchtturm gebaut.
Die ersten Passagierschiffe nach Elblag/ Elbing und Tolkmicko/ Tolkemit legen in Lysica an |
| 1958 |
Lysica wird zur Siedlung und ändert den Namen. Ab jetzt heißt es Krynica Morska.
Die Anzahl der Bewohner erreicht 684, in der Sommersaison wird Krynica Morska von 11 000 Touristen besucht. |
| Ende der 60-er Jahre |
Krynica Morska wird zu einem der populärsten Badeorte Polens.
Es werden hier zahlreiche Wochenendhäuser gebaut. Die Stadtentwicklung wird jedoch von niemandem kontrolliert.
Herrliche, alte Pensionen kommen langsam unter. |
| 1971 |
es wird der Yachtklub „Krynica Morska“ gegründet. |
| 1985 |
man fängt mit dem Bau der Abwasserreinigungsanlage sowie mit der Einrichtung der Entwässerung an |
| 1991 |
es entsteht die Gemeinde Krynica Morska, zu der das Fischerdorf Liep, der Kurort und Badeort Kahlberg,
sowie die Dörfer Przebrno und Nowa Karczma gehören.
Krynica Morska wird die kleinste Stadt Polens und zugleich einer der meist besuchten Kurorte - 100 000
Badegäste kommen hierher jeden Sommer, um Meer, Strand und Natur zu genießen. |